ADATA SP550 M.2 SATA SSD

Noch kompakter als aktuelle 2,5-Zoll-Festplatten und dennoch leistungsfähig sind moderne M.2-SSDs. Für den Einsatz in Laptops oder beengten PCs sind diese also im Grunde ideal.
Bei der vorliegenden SP550 von Adata handelt es sich nun um eine 80mm-Variante mit nach SATA-Standard theoretisch möglichen 6Gb/s.
Noch schneller (bis zu theoretisch 32Gb/s) und teurer sind dann nur Modelle, die per PCIe 3.0 x4 (NVMe) angebunden sind.

Die M.2-ADATA kommt in schlichter, aber sicherer Verpackung an und besitzt bis auf die eher spärlichen Informationen auf der Hülle keine Bedienungsanleitung oder ähnliches Infomaterial.

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Installation

Der Einbau stellt sich sehr simpel dar und die SSD ist unkompliziert einzusetzen, wenn man einen passenden Slot und Platz (22mm Breite, 80mm Länge) besitzt.
Eine M.2-SSD ist meist ohne allzu viel Druck etwa im 25°-Winkel in den Slot einzuschieben, Richtung Mainboard zu drücken und dann mit einer Schraube zu fixieren. In meinem Fall befand sich die Schraube schon am richtigen Gewinde auf dem Mainboard.
Beim Systemstart wird diese dann im Normalfall automatisch erkannt und direkt – oder über die Datenträgerverwaltung in einfachen Schritten eingebunden.

ADATA SP550 M.2 SATA SSD

Speicherplatz

Adata dimensioniert die sogenannte „Spare Area For Over Provisioning“, also den unsichtbaren Platz für interne Aufräumarbeiten, um die Haltbarkeit der Flash-Zellen zu steigern, recht groß.
Dadurch stehen statt der üblichen 512GB im vorliegenden Fall nur 480GB zur Verfügung.
Diese vermeintlich schlechtere Leistung durch geringere Kapazität ist auf lange Sicht also eine gewollte und sinnvolle Absicherung gegen frühzeitigen Zelltod.

ADATA SP550 M.2 SATA SSD

Temperaturen

(Zimmertemperatur: 25°, luftgekühltes System)

Im Ruhezustand bzw. normalen Desktopbetrieb läuft die SSD mit 30°C.
Im CrystalDiskMark wird maximal eine Temperatur von 71°C erreicht.
Eine „reguläre“ SSD im 2,5″-Format erreicht hier maximal 36°C (Ruhe: 29°C).

Da bei normaler Benutzung (Datentransfers, Exportvorgänge,…) 60°C jedoch nicht überstiegen werden und die Spezifikation eine Temperatur bis 70°C als unbedenklich einstuft, sehe ich hier kein großes Problem.
Es muss jedoch beachtet werden, dass die Speicherchips beidseitig angebracht sind und ein gewisser Hitzestau so unvermeidlich ist, weshalb es in Notebooks noch ein paar Grad mehr werden können.

ADATA SP550 M.2 SATA SSD

Geschwindigkeiten

Die Adata ist laut DiskMark beim maximalen Lesen mit 560MB/s knapp 10MB/s schneller als meine Samsung EVO 840 SSD. Beim Schreiben dafür mit 495MB/s etwa 30MB/s langsamer.

Kleine Dateien (Bilder, Musik, etc.) werden typischerweise langsamer geschrieben:
3450MB (Musikdateien mit durchschnittlich 5MB) in 14s, was ~247MB/s entspricht

Im Datentransfertest habe ich jeweils große MKV-Filmdateien von meiner Samsung SSD auf die Adata kopiert. Durch die effektive Lesegeschwindigkeit der Samsung von ca. 550MB/s sollte es hier keinen Flaschenhals durch den Quelldatenträger geben.

Folgende Werte ergaben sich:
7618MB in 16s ~476MB/s
9700MB in 19,5s ~488MB/s
11788MB in 62,5s ~190MB/s

Die Datenrate brach im Test bei größeren Dateien ab ca. 9,8GB auf durchschnittlich 70MB/s ein. Die Temperatur zu dem Zeitpunkt betrug 61°C. Eine Absenkung der Datenrate aufgrund Überhitzung (Throttling) ist also auszuschließen, da sie mit den oben erwähnten 70°C ansonsten locker klar kommt.
Bei diesem Phänomen handelt es sich vermutlich um eine eigentliche Beschleunigung der Schreibraten durch einen intern begrenzten, sehr schnellen Puffer, der jedoch wie bei den meisten „TLC-SSDs“ auch dazu führt, dass ab einer gewissen Dateigröße (9,8GB) deutliche Verlangsamung auftritt – und die Datenübertragung hier sogar unter HDD-Geschwindigkeit fällt.
Im Alltag wird man dies nur zu spüren bekommen, wenn man, wie im Test-Fall, sehr große Datenmengen schreiben möchte.

Für den Einsatz als Boot-, System- und Programmlaufwerk ist sie in meinem Fall also dennoch optimal geeignet.

ADATA SP550 M.2 SATA SSD

Fazit

Die M.2 SP550 ist eine vergleichsweise günstige und schnelle SSD im kompakten Format, die wie viele M.2s erhöhte Temperaturen mitbringt, sich hierbei aber noch absolut im akzeptablen Rahmen aufhält.
Die Geschwindigkeit ist in Relation zum Preis sehr gut, leidet jedoch bei Datentransfers ab 9,8GB an einer deutlich verlangsamenden „Pufferüberladung“.
Personen, die oft große Datenmengen auf ihr schreiben möchten, sollten folglich ein anderes Modell wählen.
Wer sie als günstiges und schnelles Systemlaufwerk einsetzen möchte, kann jedoch getrost zugreifen. Man wird aber beispielsweise etwas Zeit einberechnen müssen, wenn man von einer alten Festplatte umsteigen und diese zu Beginn auf die Adata klonen möchte.



Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik zum Erfahrungsbericht? Sehr gerne beantworte ich diese hier in den Kommentaren oder per Mail. Die Adresse findet sich in meinem Profil.
Die SSD habe ich für den unabhängigen Test kostenfrei vom Hersteller erhalten.

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ADATA SP550 M.2 SATA SSD
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