Android HDMI Stick

Um den Nintendo 64 wieder auferstehen zu lassen, durfte der Androidstick an meinen Fernseher. Mithilfe der App „MegaN64“ konnte das absolut zufriedenstellend umgesetzt werden.
Mit 4 Controllern ist so auch das „klassische“ Multiplayerfeeling möglich.

Android HDMI StickIch betreibe beispielsweise einen PC-Xbox-360- und einen Ipega-Controller. Die Kombination aus bluetooth- und kabelgebundenen Geräten ist also problemlos möglich. Besonders gefreut hat mich die unkomplizierte Unterstützung des Xbox-Controllers.

Auch ansonsten überzeugt mich der „Mini-PC“:
Er reagiert ausreichend schnell, kann alle meine Apps ausführen – und auch Amazon-Instantvideo funktioniert nach einigen Anfangsschwierigkeiten.
Das Problem hierbei war anfangs, dass man zuerst die App für den Amazon-Shop installieren musste, die es nicht im Playstore herunterzuladen gibt. Im Anschluss musste man in der App die Instantvideo-App für Tablets installieren.

Android HDMI StickWas viele etwas stören könnte, ist die Tatsache, dass der Stick nicht ausgeschaltet werden kann. Entweder steckt man die Stromversorgung also jedes Mal aus, oder man schaltet ihn per Menü in den etwas energiesparenden Standbymodus.

Aus diesem kann der Stick entgegen mancher Rezensionen durch das Klicken einer Taste auf einer angeschlossenen Tastatur oder ähnlichem wieder aufgeweckt werden.
Eine Bluetoothverbindung ist also scheinbar auch im Standby durchgehend aktiv.
Dass dies aber stromtechnisch nicht allzu tragisch ist, zeigen meine Verbrauchs-Messungen:

  • Normaler Betrieb ca. 2,5-4 Watt
  • Standby 0,9 Watt
Zum Vergleich:
  • Nachtlicht (Glimmlampe) 0,5 W
  • Internetrouter 8 W
  • Energiesparlampe 11 W

Nachteil beim Ausstecken:
Durch die ausfallende Stromversorgung wird die interne Uhr zurück gesetzt. Nach einem Neustart muss diese also immer wieder neu eingestellt werden. Man denkt gar nicht, wie viele Apps und Internetseiten ohne korrektes Datum nicht funktionieren. Selbst Google gibt beim Suchen eine Fehlermeldung aus, dass das Datum bitte auf das aktuelle eingestellt werden soll.

Weiterhin hatte ich anfangs das Problem, dass der Stick in ganz unregelmäßigen Abständen einfach neu gestartet hat. Da ich dies in manchen Berichten schon lesen konnte, ging ich zuerst auch von einem Hard- oder Software-Fehler aus.
Inzwischen konnte ich jedoch feststellen, dass dies an der Stromversorgung liegt.
Vorerst hing er per USB direkt am Sony-Fernseher – leider ist dort scheinbar die Versorgung nicht ausreichen, was dazu führt, dass der Mini-PC bei Energieverbrauchsspitzen in ein „Stromloch“ fällt und neu bootet.
Grundsätzlich ist also zu sagen, dass er für eine korrekte Funktion über das mitgelieferte Netzteil an der Steckdose hängen muss.
Aufgrund der oben genannten Aussteck-Problematik darf er ja sowieso niemals vom Netz getrennt werden.

Android HDMI StickAndroid HDMI Stick

Fazit:

Aufgrund der kompakten Größe, der überzeugenden Funktion und bei richtiger Anwendung auch guten Zuverlässigkeit, kann ich den HDMI-Stick für den Preis gerne weiter empfehlen.
Wer seine Geräte jedoch gerne von der Steckdose trennt, sollte möglicherweise nach einem anderen Stick suchen. Bei anderen Herstellern gibt es diese für einen vergleichbaren Preis ohne Steckdosenabhängigkeit.

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Getestet am
Produkt
RK3188 Android Android HDMI Stick
Bewertung
4

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