Creative Sound Blaster Roar 2 Bluetooth Box

Nach dem schon sehr überzeugenden Sound Blaster Roar bringt die Firma nun einen eigentlich absolut gleichwertigen Nachfolger heraus.
Dieser wirkt wie der Vorgänger sehr robust, liegt wertig in der Hand und weiß mit vielen (mehr oder weniger sinnvollen) Funktionen, wie Freisprecheinrichtung, Soundrecoder oder MP3-Player von MicroSD-Karte auch über die reine Lautsprecherfunktion hinaus zu gefallen.

Creative Sound Blaster Roar 2 Bluetooth BoxWas zeichnet den Nachfolger (in den Kundenbildern die kleinere Box) im Vergleich mit dem ersten Roar nun aber wirklich aus?
Zuallererst ist das Design zu erwähnen. Der Vorgänger war zwar auch schon recht schick – wirkte aber immer ein wenig klobig und funktional.
Das neue Modell wurde nun ein gutes Stück kompakter gestaltet und durch neue Designelemente (Subwoofer-„Seitenmembran“ in Alu-Optik & eine weiß/schwarze Farboption) aufpoliert.
Meiner Freundin, die den ersten Roar immer als zu groß empfand, rutschte so schon beim Auspacken ein „Der ist ja hübsch“ heraus – was ich mal als eindeutiges Qualitätsmerkmal auffasse ; )

In dem Zusammenhang war ich dann geradezu überrascht, dass der Klang unter der geschrumpften Größe kaum leidet. Wenn man sehr genau hinhört, wird man vielleicht vermuten können, dass die Bässe nicht ganz so weit herunter kommen wie beim Einser – jedoch findet das in einem so geringen Maßstab statt, dass ich mir beim Vergleichshören im Anschluss schon immer wieder gar nicht mehr so sicher bin, welcher nun eigentlich gerade bassstärker war.
Im Zweifelsfall würde ich also sagen, dass sie sich in den Tiefen wirklich nichts nehmen – trotz der geringeren Maße und des schickeren Aussehens.

Creative Sound Blaster Roar 2 Bluetooth BoxCreative Sound Blaster Roar 2 Bluetooth BoxDie übrigen Qualitätsmerkmale bleiben überdies bestehen:
Lautstärke und Klangfülle reichen immer noch locker aus, um z.B. am Beachvolleyballfeld für eine angenehme Hintergrundbeschallung zu sorgen oder kleinere Hauspartys musikalisch zu unterstützen.
Der integrierte „Tera-Bass-Modus“ (einfacher Klick auf den Roar-Button) sorgt wie beim Vorgänger dafür, dass bei niedrigen Lautstärken die Tiefen etwas angehoben werden und diese beim Lauterdrehen dann wieder ans Original angepasst werden. Vergleichbar ist das mit der Loudness-Funktion vieler Verstärker und sorgt für ein originalgetreueres Klangbild bei geringen Volume-Leveln. Beim zweiten Klick aktiviert sich dann „Roar“, was das Stereopanorama subjektiv etwas verbreitert und für einen volleren Klang sorgt. Wenn man den Lautsprecher zusätzlich mit einer Steckdose verbindet, erhöht sich darüber auch die Maximallautstärke.
Insgesamt würde ich sagen, dass der Roar 2 gegenüber dem Einser noch ein wenig Neutralität hinzugewonnen hat, da er jetzt etwas offener und transparenter klingt.

Creative Sound Blaster Roar 2 Bluetooth Box

Verbindungsarten

Nett ist die Möglichkeit, den Roar 1 & 2 neben der simpel einzurichtenden Bluetooth-Verbindung (langer Klick auf den Bluetooth-Knopf und in den Bluetooth-Einstellungen des Handys hinzufügen) auch per NFC ans Smartphone anzuschließen.
Wenn es das Telefon unterstützt, kann man dieses (auch bei ausgeschaltetem Lautsprecher) einfach kurz ans NFC-Logo halten und die Verbindung wird automatisch hergestellt. Ebenso wird diese im Anschluss darüber auch wieder getrennt.

Neben einem einfachen AUX-Eingang lässt sich der Sound Blaster übrigens auch per USB mit dem Computer verbinden und bietet dann neben einer MicroSD-Kartenleser-Funktion auch die Möglichkeit der durch Klangprofile erweiterten Tonausgabe. Großartige Klangvorteile konnte ich hier im Vergleich mit AUX oder Bluetooth aber nicht feststellen.

Kleine „Mängel“

Mag der Roar 2 noch so genial sein – den ein oder anderen Verbesserungsvorschlag hätte ich für einen kommenden Roar 3 dennoch:
Die frei schwingende Seitenmembran des „Subwoofers“ sieht zwar schick aus, ist meiner Meinung nach für den dauerhaften Transport im Rucksack oder ähnlichem aber nicht optimal geeignet. Hier ist der starre Schutz der ersten Version nach persönlichem Empfinden sicherer.
Nachdem sich schon eine Mediensteuerung (Play/Pause, Nächster, Vorheriger Track) an der Gehäuseseite befindet, könnte man meinen, dass man darüber auch den Player des Handys steuern könnte. Leider ist dies nur für den internen MP3-Player über MicroSD-Karte möglich. Da dies über Bluetooth problemlos möglich wäre und ein verbundenes Handy oftmals in einer Tasche steckt, wäre das ein angenehmes Feature.
Als persönlich größten Makel empfinde ich jedoch, dass sich die Box im Betrieb nur über Netzstecker – aber nicht per USB aufladen lässt. Andere getestete Lautsprecher unterstützen das ohne Probleme und ermöglichen über ein externes Akkupack so beinahe beliebig lange Akkulaufzeiten abseits der Steckdose. Zwar reicht der integrierte 6000mAh-Akku leicht für einen Tag am See (bzw. etwa 6h Wiedergabe bei einer Lautstärke von ca. 75%), sobald man aber mal einen Wochenendtrip unternimmt, wird es bei einer vergessenen Ladung über Nacht eng.

Creative Sound Blaster Roar 2 Bluetooth BoxCreative Sound Blaster Roar 2 Bluetooth Box

Fazit

Wer einen sehr schicken, im Vergleich zum Bose Soundlink III etwas preiswerteren und klangstarken Allrounder mit Zusatzfeatures sucht, kann gerne zum Roar 2 greifen. Wer ein wenig sparen möchte und robusteres Design benötigt, sollte dann eher die erste Version mit den starren Seitenteilen wählen. Klanglich büßt man da nichts ein.
Wem Design übrigens nicht komplett wichtig ist und noch besseren Klang mit sehr robuster Fertigung sucht, darf auch einmal zum Braven 855s schauen. Dieser ist zwar wieder teurer, bietet jedoch eine noch etwas intensivere Wiedergabe und ungefähr doppelt so lange Laufzeiten.
Ebenfalls robust, noch kompakter, sehr günstig und auch mehr als überzeugende Laufzeiten mit für den Preis ausreichender Bass-Leistung bietet in dem Zusammenhang der Expower S7730.

Nachtrag zum Stromverbrauch

Laden & Spielen (max. Lautstärke): 16-20W
Laden & Spielen (max. + Roar/TeraBass): bis ca. 25W

Ladestrom vom Roar 2 per USB: 0,6A (etwas langsam, es empfiehlt sich also generell über den Netzstecker zu laden)
Ladestrom von Geräten am USB-Ausgang: 1A (normales Mittelmaß)


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