ECHTpower X007 Edge Bluetooth Lautsprecher

Ein Bluetoothlautsprecher sollte optimalerweise neben einem guten Klang auch ein ansprechendes Design aufweisen. Der X007 beherrscht im Grunde beides – leider jedoch unausgereift ausgeführt und mit meiner Meinung nach disqualifizierenden Mängeln.
Ich habe ihn für einen unabhängigen Test kostenfrei vom Hersteller erhalten.

Verpackung und Design

Der kleine, etwa handtellergroße Würfel wird in einer schlichten, weißen Schachtel sorgfältig verpackt geliefert und besticht durch ein eher außergewöhnliches, zersplittertes Würfeldesign, welches ich persönlich ganz gelungen finde.
Die Verarbeitung befindet sich trotz des komplett aus Kunststoff gefertigten Körpers auf einem zufriedenstellenden Niveau. Die Plastikflächen sind größtenteils gratfrei und die Anschlüsse wurden exakt eingepasst.

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Funktion

Wird die Box über den On-/Off-Schieberegler am Boden eingeschaltet, ertönt erst einmal eine sehr(!) geschmacksabhängige und weder deaktivierbare, noch leiser stellbare „Roboter-/Disco-Begrüßung“. Beim ersten Mal fand ich das ja noch ganz nett – spätestens beim zweiten Anschalten fragte ich mich aber, was sich der Hersteller dabei gedacht hat. Sollte man die Box am Strand oder sonstwo nutzen, wird man dafür garantiert verstörte oder irritierte Blicke ernten.
Da die Laufzeit mit etwa 4h bei Maximallautstärke und gefühlt unendlich im „Standbye“ für die Größe glücklicherweise ordentlich ist, empfehle ich, die Box einfach nur einmal am Tag anzuschalten und sich das Intro zu sparen.



Ansonsten funktioniert die Box aber recht überzeugend. Bluetooth ist anfangs direkt aktiv – und per Handy schnell gekoppelt. Steckt man eine Micro-SD-Karte oder das 3,5mm-Klinkenkabel ein, schaltet die Box automatisch in die jeweilige Betriebsart.
Leider ist die winzige chinesisch/englische Bedienungsanleitung alles andere als übersichtlich. Mit ein bisschen Herumprobieren stellt man dann aber fest, dass je nach Anschluss über einen langen Klick auf den Play-Button zwischen dem Bluetooth-, SD-Karten-, Klinken- und Radio-Modus umgeschaltet werden kann.
Das Radio ist jedoch auch nicht unbedingt zu gebrauchen, da der Empfang sehr rudimentär ist. Bei mir wurden z.B. nur zwei Stadtsender gefunden – einer davon mit schlechter Qualität.
Der MP3-Player gibt Dateien mit guter Qualität wieder, unterstützt jedoch weder Spulen, Ordnersortierung noch zufällige Wiedergabe.
Immerhin speichert er aber die letzte Position im Track und setzt bei erneuter Karten-Wiedergabe wieder dort ein.

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Klang

War ich nach dem ersten Anschalten und der zweifelhaften Techno-Begrüßung schon sehr zwiegespalten, sollte dies beim Klangtest nicht viel besser werden:
Die Box überrascht beim Abspielen durch ein vergleichbar großes akustisches Volumen und eine so nicht erwartete Tiefen-Stärke. Zumindest bis zu einem gewissen Level auch verzerrungsfrei.
Je nach Untergrund fängt die Box durch die Leistung und das kunststoffbedingte geringe Gewicht nämlich das Springen/Klappern an und erzeugt bei bass-starken Liedern ein störendes Klappergeräusch, als würde sie extrem übersteuern.
Dies tut sie jedoch tatsächlich nur in sehr geringem Maße. Leider fällt die doch einigermaßen hohe Tonqualität durch das lautstarke Klappern aber gar nicht mehr auf.
„Entkoppelt“ man sie durch Anheben vom Boden, hört das Klappern sofort auf und man spürt, was die Box tatsächlich leisten kann. Leider entgeht ihr dadurch aber auch der natürliche Resonanzkörper des Bodens und der Bass wird ein gutes Stück dünner.
Einer überholten Version sollte der Hersteller z.B. durch einen Metallkern also auf jeden Fall ein höheres Gewicht spendieren und so die größenmäßig überraschende Leistung zur Geltung bringen.
Bis dahin kann ich bei einem eventuellen Kauf nur raten, sie im Betrieb auf einer Decke, Wieso oder ähnlichen Untergründen zu betreiben.

Fazit

Die Bewertung der Box ist nicht sehr einfach: Einerseits nerven die lautstarke, aber möglicherweise verschmerzbare Roboterbegrüßung am Anfang und das durch’s geringe Gewicht entstehende Bass-Klappern – andererseits überrascht die Box mit vergleichsweise großem Volumen und starker Klangleistung.
Die unverständlich kleine Bedienungsanleitung stellt hier nur einen kleinen Minuspunkt dar, welcher durch das mitgelieferte AUX-Kabel wieder ein wenig ausgeglichen wird.
Persönlich würde ich die Box in der aktuellen Form jedoch nicht weiter empfehlen, da ich beim Abspielen eigentlich nicht untergrundabhängig sein möchte und das Klappern auf jeden Fall stört.
Grundsätzlich kann ich hier zu etwas größeren, und leider meist etwas teureren Geräten raten, wobei es wirklich kein hochpreisiger Bose Soundlink oder Creative Roar sein muss. Eins der günstigeren – aber überzeugenden Geräte mit richtig toller Akkuleistung wäre da beispielsweise der Expower S7720.
Solltet ihr Fragen haben, dürft ihr aber auch einfach in den Kommentaren schreiben. Ich antworte hier sehr gerne mit individuellen Empfehlungen und Ratschlägen.

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ECHTpower X007 Edge Bluetooth Lautsprecher
Getestet am
Produkt
ECHTpower X007 Edge Bluetooth Lautsprecher
Bewertung
3

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