Jackery Powerbanks Mini, Fit & Giant+

Für einen unabhängigen Test erhielt ich vom Hersteller die drei verschiedenen Modelle „Mini“, „Fit“ sowie „Giant+“ und konnte mir somit ein Bild von den kompakten Energiespeichern machen.

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Verpackung & Inhalt

Alle drei Modelle werden im gleichen hochwertigen, stabilen und edlen Karton ausgeliefert – und unterscheiden sich nur durch verschiedene Inlays, um den Gehäusen optimalen Halt zu geben.
Überrascht war ich, dass sogar auf solche Details wie einen von innen mit Schaumstoff ausgekleideten Deckel geachtet wurde. Wie schon in anderen Berichten erwähnt bietet sich der Jackery folglich auch verpackungsbezogen dafür an, ohne Probleme weitergegeben zu werden.
Im Lieferumfang befinden sich neben der in Englisch gehaltenen (aber nicht unbedingt notwendigen) Bedienungsanleitung und einer Garantie- sowie Werbekarte nur noch ein Micro-USB-Kabel.
iPhone-Nutzer müssten also auf ein eigenes oder zusätzlich zu kaufendes Kabel ausweichen.
Ebenso wird zum Laden an der Steckdose noch ein Adapter benötigt, bei dem man aber natürlich auf sein Handyladegerät zurückgreifen kann.

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Optik & Verarbeitung

Optisch können sich die Powerbanks absolut sehen lassen. Sie sind im Verhältnis mit den Akkus anderer Hersteller zwar eventuell ein wenig dicker, dafür aber auch ohne jeden Tadel verarbeitet. Auffällige Spaltmaße konnte ich keine entdecken und auch die USB-Buchsen sind sehr sauber im Gehäuse eingelassen.
Einziger kleiner Makel ist ein in allen drei Varianten nicht ganz fester Powerknopf, welcher beim Schütteln leicht klappert. Bisher und auch nach oftmaligem Drücken konnte ich jedoch nicht feststellen, dass hiervon auf Dauer ein Defekt ausgeht.

Mir persönlich gefällt die schwarze Variante am besten, da sie meiner Meinung nach am edelsten wirkt und so auch ein wenig die Dicke kaschiert – dank mehrerer verfügbarer Farben sollte aber auch ansonsten für jeden was dabei sein.

D75_5491D75_5494D75_5495D75_5499D75_5500D75_5503Größenbezogen lässt sich die kleinste „Mini“ am besten mit einem regulären Taschenmesser vergleichen und ist somit etwas länger und dicker als der typische Labello. In die Handtasche sollte er aber locker passen.
Die größeren „Fit“ und „Giant+“ kommen dann schon eher an den klassischen Flachmann heran – wobei die Bezeichnung „flach“ wohl nicht mehr so ganz auf sie zutrifft.
Mitnehmen kann man sie so zwar meistens schon noch – wirklich kompakt sind sie aber nicht.
Wer eine etwas dünnere Powerbank sucht, darf einen Blick auf die günstigere, dafür aber etwas längere Aukey 12000mAh Powerbank werfen.

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Funktion

Die Powerbanks kommen etwas über die Hälfte vorgeladen an und sind somit sofort einsatzbereit. Vorsichtshalber sollte man sie jedoch nach dem Erhalten trotzdem erst einmal voll laden, was je nach verwendetem Ladegerät und Modell von 0% an unterschiedlich lang dauert:

Die „Mini“ empfängt maximal einen Ladestrom von 1A und benötigt somit etwa zweieinhalb Stunden.

Die „Fit“ kann zu meiner Überraschung, nachdem es nirgends vermerkt war, mit bis zu 2A geladen werden und ist im Optimalfall nach dreieinhalb Stunden voll. Mit meinem 1A-Ladegerät dauert es jedoch doppelt so lang.

Zu guter Letzt lässt sich die „Giant+“ durch das auf Packung und Webseite beworbene „Fast Recharging“ mit 1,5A laden – was etwas amüsant ist, da der kleinere Bruder mit den 2A schneller ist, dies aber nirgends speziell vermerkt wird.
In der Theorie und geeignetem Ladegerät dauert ein Vorgang hier also knapp sechs Stunden.
Mit meinem ist die Ladung nach etwa neuneinhalb Stunden komplett.
Da eine Powerbank aber leer sehr wenig bringt, besitzen alle drei Modelle zur Kontrolle eine Ladestandsanzeige, die sich per einmaligem Drücken des Powerknopfes aufrufen lässt. Bei <10% blinkt eine LED. Zwischen 10-33% leuchtet diese dann. Bei einem Stand von 33-66% leuchten zwei LEDs. Zwischen 66 und 100% scheinen alle drei.

Zusätzlich verfügen die „Fit“ und „Giant+“ über eine Taschenlampenfunktion, die über zweimaliges schnelles Drücken aktiviert werden kann. Hierbei sind die beiden LEDs der Giant ein klein wenig heller und konzentrierter – als echten Taschenlampenersatz würde ich aber beide nicht heranziehen. Um beispielsweise beim Campen kurz mal den Innenraum des Zelts auszuleuchten, reichen sie aber vollkommen aus.

Kapazität

Wie in einer anderen Rezension schon erwähnt, muss man bei der Kapazität beachten, dass alle Hersteller von Powerbanks die Kapazität ihrer Akkus so angeben, dass diese bei der internen Betriebsspannung der Batterien von 3,7V gilt – und nicht etwa bei den 5V, mit denen Smartphones über USB geladen werden.
Folglich ergibt sich bei genauer Betrachtung im Hinblick auf das Handy generell ein Wert, der um 26% niedriger liegt.
Bei den vorliegenden Geräten wären das also statt:
  • 12000mAh -> 8880mAh
  • 9000mAh -> 6660mAh
  • 3200mAh -> 2368mAh
Mit der „Mini“ lässt sich also beispielsweise der Akku meines Motorola Moto X von 2014 (2300mAh) bis ca. 90% laden. Ein iPhone 6 (2915mAh) kann hier nur bis ca 65% gefüllt werden.
Die „Fit“ reicht hier für beinahe zwei komplette iPhone-Ladungen. Bei der zweiten werden dann ca. 95% erreicht.
Die „Giant+“ kann man für etwa zweieinhalb Füllungen hernehmen.

Fazit

Die Verarbeitung und Optik spielt meiner Meinung im Vergleich zur Konkurrenz sehr weit vorne mit. Ob der doch recht hohe Preis für alle drei Modelle dennoch gerechtfertigt ist, muss jeder Interessent für sich selbst entscheiden. Ich persönlich würde wohl im Großen und Ganzen dann doch eher zu einer günstigeren und flacheren Variante wie der oben genannten Aukey greifen.
In wie weit man sich für die „Mini“, „Fit“ oder „Giant+“ entscheidet, hängt etwas vom Nutzungsverhalten ab:
Möchte man nur sicher gehen, dass das Smartphone bis abends durchhält, empfiehlt sich die sehr schlichte und hübsche Mini. Diese passt in jede Handtasche und trägt auch beim abendlichen Weggehen nicht allzu sehr auf.
Die „Fit“ ist meiner Meinung nach nicht sehr sinnvoll, da sie sowieso schon einigermaßen klobig ist – und man bei der Größe dann auch gleich zur empfehlenswerteren „Giant+“ greifen kann.
Mit deren großen Speicher lässt sich im Regelfall je nach verwendetem Mobiltelefon auch ein langes Wochenende gut überbrücken.


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Getestet am
Produkt
Jackery Powerbanks Mini, Fit & Giant+
Bewertung
4

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