Meike Mk-D16 Batteriegriff für Nikon D750

Wie andere war auch ich es leid, auf den nirgends verfügbaren MB-D16 zu warten – und griff nach meinen guten Erfahrungen bei der D700 zum alternativen Nachbau von Meike.

Verarbeitung

Der Griff ist größtenteils aus wertigem stabilen und gratfreien Kunststoff gefertigt.
Klapperte beim D700er-Modell das Rad der Stativschraube noch recht stark, kann ich beim MK-D16 nun keinerlei Spiel feststellen: Weder Knöpfe, Einstellräder oder Joystick bieten hier Anlass zur Kritik.
Der Druckpunkt des Auslösers ist wie von anderen Rezensenten bereits erwähnt im Vergleich mit dem der Kamera etwas anders, da er recht knackig in zwei Stufen reagiert (Scharfstellen, Auslösen).
Ich persönlich ziehe das weichere und verwacklungsresistentere Gefühl der Kamera zwar vor, kann mich mit dem knackigen Druckpunkt jedoch auch anfreunden.

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Aufbau

Da beim Original viele die Lage der Einstellräder kritisiert haben, möchte ich betonen, dass diese beim Nachbau absolut in Ordnung ist. Wie vom Body gewohnt, wurden diese nicht zu weit innen oder außen eingelassen und sind somit gut erreichbar.
Ein kleiner Kritikpunkt ist hier höchstens die fehlende Gummierung der Räder, was ein Bedienen mit feuchten Fingern erschwert. Das reine Plastik wird in so einem Fall etwas rutschig.

Ebenfalls angesprochen wurde schon der nicht ganz feste Sitz des Akkus in der zugehörigen Schiene, was beim Bewegen der Kamera zu einem leichten Klappern führt. Wer sich daran stört, kann aber sicherlich mit einem Stück Filz oder ähnlichem nachhelfen.

Stativplatte

Das Gewinde des Griffs ist direkt mit einer innen verlaufenden ca. 2,5cm breiten Metallplatte verbunden und sollte auf einem Stativ für einen absolut sicheren Halt sorgen.
Kameragurt-Konstruktionen, die mit Stativschraube ausgestattet sind, würde ich aufgrund der Kunststoffverbindung zwischen Kameragewinde und Metallplatte jedoch vielleicht nicht empfehlen, da das gesamte Kameragewicht dann am Plastik des Griffs hängt. Ein Bild hierzu finden Sie in den Kundenfotos.
Hier wäre dann auf jeden Fall zu einer Stativplatte am Objektiv zu raten.

Meike MK-D16 Batteriegriff für Nikon D750

Handhabung

Leider hat auch der Nachbau nicht den tiefen und sehr gut zu fassenden Griff des Kameragehäuses übernommen. Da sich aber weder das Original noch andere Anbieter damit rühmen können, werte ich dies mal nicht als Nachteil.
Stattdessen besitzt er eine vergleichbare Ergonomie, wie etwa der Griff der D700 und D800. Schlecht ist diese also keineswegs – nur nicht ganz so griffig wie es viele Besitzer der D750 so an der Kamera selbst lieben.
Wenn man sich aber mal an den Griff gewohnt hat, wird man auch diesen schätzen und den Unterschied mit der Zeit nicht mehr ganz so heftig wahrnehmen.
Die Bedienelemente sind gut zu erreichen und die Kamera liegt generell sehr sicher in der Hand.
Im Hochformat ist er für mich inzwischen auf keinen Fall mehr wegzudenken.

Hat der MB-D10 bei mir damals noch das Handling der D700 auch im Querformat sehr verbessert, kann ich dies wegen der verbesserten Griffgestaltung der D750 nun nicht mehr unbedingt behaupten. Selbst der kleine Finger liegt ohne Griff sehr angenehm am Body.
Personen mit sehr großen Händen werden hier vermutlich dennoch die erweiterte Grifffläche zu schätzen wissen.

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Stromverbrauch

Ein Thema, welches viele Interessenten noch vom Kauf abschreckt, wird die Problematik sein, dass der Griff bei einigen Käufern deren Akku unverhältnismäßig schnell aussaugt.
Ich kann dies absolut nicht bestätigen und rate jedem Käufer, das Produkt einfach eine Woche genauer auf diese Thematik hin zu beobachten – und im positiven Fall vom Rückgaberecht Gebrauch zu machen.

Mein Griff verbraucht auf jeden Fall keine unnötige Energie und ist vom Energiemanagement her gut mit der Kamera selbst vergleichbar. Innerhalb einer Woche werden bei mir ohne Benutzung schätzungsweise 1 bis 2% verbraucht, was eher an der Selbstentladung des Akkus liegen wird.

Fazit

Wer nicht bereit ist, den Originalhandgriff der D750 zu finanzieren und laut zahlreicher Berichte dennoch auf vergleichbare Qualität und ein gesteigertes Handling bei Vertikalaufnahmen zugreifen möchte, kann den Meike-Nachbau meiner Meinung nach ohne Bedenken erwerben.

Meike MK-D16 Batteriegriff für Nikon D750
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Produkt

13 Gedanken zu „Meike Mk-D16 Batteriegriff für Nikon D750

  • 13. Juli 2015 um 13:31
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    Halo

    leider bin ich schon so oft mit billigen Griffen auf die Nase gefallen, daß ich nur noch Originale verwende. Blinkende LED (auch bei ausgeschalteter Kamera), sich aktivierneder OS am Objektiv (bei ausgeschalteter Kamera), Wackelkandidaten, richtig unschön überbreite Griffe, usw. usf…..
    Das ist mir zu viel Risiko, an meinen Kameras Schaden zu nehmen. Seit Nikon mit der D7000 den neuen Kontakt einführte häufen sich die Probleme. Der MB-D10 war auscheined der letzte einfach zu kompierende Griff, da konnte man fast jeden nehmen.
    Und mal ganz im Ernst, muß man die frech kopierenden Chinesen immer auch noch unterstützen? Blitzgeräte und Batteriegriffe kopieren sie ungeniert und verdienen sich eine Heidenkohle damit. Der nächste Schritt wäre die Kopie einer Canon oder Nikon Kamera. Man darf gespannt sein. Ich unterstütze das nicht mehr, auch weil die Griffe den Preis wegen weit weit besseren Materialien und perfekter Funktion schon irgendwo wert sind. Bei Akkus sehe ich das anders, die sollen Strom liefern und sind im Original extrem überteuert. Da kaufe ich Originale bloß, wenn man sie in Foren erc. gebraucht bekommt. Die Neupreise sind in keinem Fall gerechtfertigt.

    H. Becker

    Antwort
    • 13. Juli 2015 um 14:10
      Permalink

      Hallo Herr Becker,
      Vielen Dank für Ihren Kommentar, den ich absolut nachvollziehen kann. Auch ich bin im Grunde ein Fan und Verfechter von Originalzubehör, da es meistens weniger Probleme bereitet und im Idealfall optimal auf das jeweilige Produkt abgestimmt ist.
      Im Falle der D750 muss ich nun aber leider sagen, dass er einerseits nirgends verfügbar war, als ich ihn mir anschaffen wollte – und mich andererseits leider absolut enttäuscht hat als ich ihn dann doch mal in die Hände bekam.
      Er lag zwar durch einen der Kamera beinahe ebenbürtigen Griff auch sehr gut in der Hand, überraschte mich dann jedoch durch ein grandios schlechtes und viel zu tief sitzendes Vorderrad. Dieses war nur mit Mühe und den Fingerspitzen zu drehen. Ein angenehmes Verstellen von Blende & ISO war damit wirklich nicht gegeben.
      Laut verschiedener Testberichte war dies auch kein Einzelfall.
      Da ich von Meike im Vorhinein nicht enttäuscht wurde, griff ich dann eben zum sehr viel günstigeren Nachahmer – und was soll ich sagen? Ich bin sehr vom „China-Pendant“ überzeugt.
      Dass man hier natürlich das Risiko von etwas schlechterer Qualitätskontrolle eingeht, muss einem bewusst sein. Ein Freund von mir besitzt ihn jedoch auch – und kann sich bisher ebenfalls nicht beklagen.

      Scheinbar hat Nikon aber inzwischen nachgebessert, da aktuelle Käufer nicht mehr vom ungünstig positionierten Vorderrad sprechen.
      Wer nun also bereit ist, den vollen Kaufpreis zu zahlen, darf gerne zum MB-D16 greifen. Für alle anderen lohnt sich der Blick zum Meike auf jeden Fall.
      Leider sieht die Nikon-Verfügbarkeit noch immer nicht prickelnd aus – vielleicht wegen dem zuvor geschilderten Problem?

      Antwort
  • 16. April 2016 um 11:39
    Permalink

    Moin Manuel, vielen Dank für deinen lesenswerten Beitrag! Du bringst viele interessante Punkte. Ich war auch auf der Suche nach einem Batteriegriff für die D750. Mittlerweile ist der Originalgriff ja auch besser zu bekommen. Hier in Hamburg gab es ihn immerhin in drei Geschäften :-) Ich habe meine Überlegungen zum Griff MB-D16 von Meike und Nikon soeben auf meinem Blog veröffentlicht. Vielleicht ergänzen sich unsere Beiträge. Weiterhin viel Spaß beim Bloggen! Gruß, Markus

    Antwort
  • 20. Mai 2016 um 14:33
    Permalink

    Ich habe auch die Nikon d750 und denn Batteriegriff bin voll zu frieden nur was ich gemerkt habe der akku im Batteriegriff war erster leer aber egal habe ihn aufgeladen obwohl der Akku in der Kamera noch voll war wenn ich jetzt ins Menü gehe zeigt die Anzeige nur den Akku von der Kamera an obwohl der im Akkugriff voll ist keine Ahnung warum jetzt werde ich warten und schaun was passiert wenn der Akku in der kamera leer ist obwohl ohne Anzeige kann ich im Hochformat fotografieren bin gespannt

    Antwort
    • 21. Mai 2016 um 4:07
      Permalink

      Hallo Norbert, danke für den Kommentar.
      Kannst du im Kameramenü einstellen, welcher Akku zuerst geleert werden soll? Oder wird diese Einstellung auch nicht angezeigt?

      Gerne darfst du übrigens zwischen deinen Sätzen Punkte/Satzzeichen verwenden. Dann wäre dein Kommentar möglicherweise noch verständlicher ;)

      Antwort
      • 21. Mai 2016 um 6:23
        Permalink

        Hallo
        BEI mir hat es richtig angezeigt.Nur nach den Aufladen der Akkus nach kontrolle im Menü zeigt er mir nur einen Akku an.In Hochformat kann ich aber fotografieren.Den Akku in der Kamera zeigt er an und den Akku im Griff mit einen Rufzeichen aber wie gesagt Hochformat funktioniert

        Antwort
  • 21. Mai 2016 um 6:00
    Permalink

    Die Akkus werden nacheinander verbraucht, nicht gleichzeitig. Im Menue ist einstellbar welcher zuerst verwendet wird. Daß der Akku im Griff zuerst verwendet wird ergibt doch Sinn, da man den dann einfach entnehmen kann, ohne den Griff abschrauben zu müssen.

    Antwort
    • 21. Mai 2016 um 6:18
      Permalink

      Dankeschön für die Antwort das ist mir alles klar aber nach den Aufladen der Akkus ging ich zur Kontrolle ins Menü und jetzt zeigt er mir nur einen Akku an obwohl 2drin sind und voll sind aber in Hochformat kann ich drotzdem fotografieren

      Antwort
      • 21. Mai 2016 um 6:40
        Permalink

        Hallo

        Naja, erstens könnte das eine übliche Unzulänglichkeit eines Nachbaugriffes sein, zweitens kann es an einem Noname Akku liegen. Hast Du Originalakkus, oder ist einer gefaked? Dann würde ich die Plätze mal tauschen, was helfen kann.

        Ciao

        Antwort
        • 21. Mai 2016 um 6:42
          Permalink

          Die Akkus sind original,der griff natürlich Nachbau Firma Meike

          Antwort
          • 21. Mai 2016 um 6:58
            Permalink

            Dann wohl ersteres. Wie in meinem ersten Post hier beschrieben, hstte ich öfters solchen Ärger mit diversen Nachbauten. Letztlich wollte ich dann nicht mehr meine teuren Kameras gefährden und nahm nur moch Originale. Das muß aber jeder selber wissen.

          • 21. Mai 2016 um 23:01
            Permalink

            Wie Herr Becker schon anmerkt, kann es immer zu Fehlern der günstigen Hersteller kommen, da sich diese etwas die Qualitätskontrolle sparen.
            Daher geht man hier ab und an das Risiko ein, einen zweiten oder notfalls dritten Anlauf nötig zu haben.
            Professionelle Fotografen haben dafür natürlich keine Zeit. Wer im Hobby fotografiert, spart sich so aber evtl gerne ein bisschen Geld. Daher ist es logischerweise eine persönliche Entscheidung.

            Was passiert denn, wenn du den Akku in der Kamera weg lässt und nur einen Akku im Griff hast? Sollte eigentlich auch funktionieren, wenn der Griff defektfrei wäre.
            Was wird in dem Fall im Kameramenü angezeigt?

          • 22. Mai 2016 um 4:05
            Permalink

            Bei mir kam es manchmal auf die Kombination der Akkus an. Noname wurden in Noname Griffen manchmal eher angezeigt als Originale. Oder manche Noname arbeiteten sogar erst im Noname Griff.
            Beim Preis gebe ich nochmals zu bedenken, daß der Schuß nach hinten losgehen kann. Elektronikprobleme können nicht nur ärgerlich sein oder Akkus leersaugen, sondern haben angeblich schon Kameras beschädigt. Mir wäre das Risiko mittlerweile zu hoch. Erst letztes Jahr hatte ich an einer D800 einen bei Bewegung immer die ausgeschaltete Kamera blinken lassenden Pixel Vertax. Eine „Marke“ die oft gelobt wird, wie MeiKe oder Hähnel. Mit allen hatte ich schon Probleme, seit mit der D7000 das neue Anschlußkonzept bei Nikon kam. Die D300/700 waren die letzten an denen auch MeiKe problemlos liefen. Die einfacheren Griffe, welche den Anschluß im Akkufach haben (für D80/90/200 etwa) sowieso. Von daher stammt wohl auch noch deren guter Ruf.
            Bei den günstigen Blitzgerätekopien sehe ich das auch so. Deren Anschlüsse kommunizieren über zu viele Kontakte mit den Kameras als das ich da unqualifizierte Geräte ran lasse. Das ist mir zu ungenau und Firmen wie Metz zahlen wenigstens teure Lizenzgebühren an Nikon um immer neue Nikon Kameras und Blitztechnologien unterstützen zu können.
            Wie erwähnt unterstütze ich chinesische Kopierer bloß noch wenn es unbedingt sein muß. Bei sonst überteuerten Akkus oder Griffen die es etwa für die kleinsten Kameras von Nikon gar nicht erst gibt.

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