XT-XINTE Skytech M62 Quadcopter Mini Drohne

Über die bei Flugaufnahmen eingesetzten Drohnen zweier Freunde kam ich in den Kontakt mit den aktuell voll im Trend liegenden Quadrocoptern und dachte mir bei der kleinen und günstigen M62, dass man bei so einem Preis kaum etwas falsch machen kann.

Lieferumfang

Geliefert wird diese sehr sicher verpackt in einem Karton mit Sichtfenster, aus dem man sie aufgrund verschiedener Sicherungsdrähte erst mit ein wenig Geduld heraus bekommt.
Liegt der Packungsinhalt dann vor einem, stellt man fest, dass neben der Fernbedienung und einer Bedienungsanleitung auch Schutzbügel, Ersatzrotoren, Landekufen, ein USB-Ladekabel, ein Schraubenzieher sowie ein Hebelblech für den Rotorenaustausch enthalten sind.
Besonders die Schutzbügel, welche den direkten Kontakt der Rotoren mit einer Wand oder ähnlichem vermeiden, empfinde ich als sehr hilfreich.

XT-XINTE Skytech M62 Quadcopter Mini Drohne

Optik, Haptik & Verarbeitung

Dem Aussehen nach könnte man das Gerät direkt als kleinen Bruder einer sehr weit verbreiteten und teureren Drohne einstufen, wobei dies dann das Äußere der Fernbedienung wieder zunichte macht. Der Controller ist klar als Spielzeug zu erkennen, wenn ich auch sagen muss, dass er durch den xbox-ähnlichen Aufbau sehr angenehm in der Hand liegt.
Dem günstigen Preis entsprechend kann man auf die Verarbeitung bezogen keine Wunder erwarten, muss jedoch auch keine größeren Defizite ertragen. Der Kunststoff des Copters scheint robust zu sein und hat bei mir schon den ein oder anderen Sturz schadlos überlebt.
Die Spaltmaße befinden sich meiner Meinung nach absolut im Rahmen und auch die restliche Fertigung lässt keine groben Mängel erkennen.

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Inbetriebnahme

Für einen problemlosen Start empfehlen sich auf jeden Fall englische Grundkenntnisse, da die Bedienungsanleitung nur in dieser Sprache verfasst wurde.
Vor dem ersten Flug müssen außerdem 4 AA-Batterien in den Controller eingelegt und der Akku aufgeladen werden, was durch den im Paket enthaltenen USB-Stecker einerseits recht simpel und aufgrund der doch eher geringen Akkuleistung von 380mAh innerhalb von 45min auch recht schnell erledigt wird.
Währenddessen kann man direkt die Landekufen und Schutzbügel montieren, die über simple Steck- und Click-Verbindungen anzubringen sind.
Der Austausch der Rotoren ist leider nirgends beschrieben und so kam ich erst bei einem Sturz des Fluggerätes darauf, dass diese mit dem Blechwerkzeug und ein wenig Kraftaufwand abzuhebeln sind.
Beim Einlegen des Akkus in das Batteriefach des Quadrocopters ist dann ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt, da der Platz wirklich außerordentlich knapp dimensioniert ist.
Andererseits wird hierdurch ein kompakter und fester Sitz gewährleistet – was in Anbetracht der gerade anfangs noch ziemlich häufigen Stürze sicherlich von Vorteil ist.
Weiterhin kann ich nur empfehlen, das „Spielzeug“ bei den ersten Versuchen auf einer ausreichend dimensionierten, aber windgeschützten Fläche mit weichem Untergrund (Wiese, etc.) zu fliegen, da die Steuerung doch überraschend direkt ist und man hier erst ein bisschen üben muss, bevor eine zufriedenstellende Kontrolle gewährleistet werden kann.

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Flugverhalten

Da ich den ersten Flug dummerweise im Innenraum durchführte, durfte ich direkt feststellen, dass der M62 über mehr Kraft verfügt, als erwartet. So düste er bei mir beispielsweise gleich mal an die Zimmerdecke und stürze daraufhin glücklicherweise auf Teppichboden.
Gelernt habe ich dadurch dass man die Stärke des kleinen Dings nicht unterschätzen darf. Das Ansprechverhalten über die Steuerknüppel ist sehr direkt und sollte wohl dosiert eingesetzt werden.
Gerade Anfängern wird in der Bedienungsanleitung empfohlen, vorerst das „Hovern“ – also das Verharren an einem Ort in etwa einem Meter Höhe zu üben, da hier trotz der automatischen Lage-Stabilisierung schon genug Bewegung stattfindet.
Etwas schade finde ich, dass trotz aller Kraft das Gewicht der kleinen Drohne nicht hoch genug ist, um geringen Windstärken trotzen zu können.
Windige Orte eignen sich also trotz des in der Artikelbeschreibung beworbenen Einsatzgebiets nicht wirklich: Ist man in eine Höhe ab ca. 5m aufgestiegen, kann das Gerät dort schon schnell davon getrieben werden.

Auf der anderen Seite macht sie an ruhigen Orten wirklich sehr viel Spaß. Durch die geringe Masse und verhältnismäßig starke Motoren lässt sie sich problemlos innerhalb von Sekunden 15m hoch jagen.
Hier muss man nur aufpassen, dass man sie dann nicht zu weit von sich weg fliegen lässt, da die Funkverbindung meiner Erfahrung nach nur bis ca 35m stabil ist. Ab der Entfernung passiert es schnell, dass die Verbindung abreißt und die Drohne unkontrolliert zu Boden fällt. Eine automatisch Landung beherrscht sie in dem Fall leider nicht.

Akkulaufzeit

Die angepriesenen fünfeinhalb Minuten Flugzeit werden locker erreicht. In der Regel kann man sich eher auf circa sieben Minuten einstellen.
Ob die Qualität des Akkus mit der Zeit nachlässt, werde ich hier ebenfalls gerne nachtragen.
In dem Fall – oder wenn man über einen Zweitakku längere Flugzeiten erreichen möchte – erhält man zum Glück sehr simpel Ersatz, da es sich um einen verbreiteten Standard-380mAh-Pack handelt. Suchen Sie hierzu einfach nach „380mAh 3,7 LiPo“.

XT-XINTE Skytech M62 Quadcopter Mini Drohne

Sonstiges

Nach etwas heftigeren Abstürzen konnte ich immer wieder feststellen, dass der Copter den Versuch des Verbindungsaufbaus mit der Fernbedienung (Drohne anschalten -> Throttle-Stick (linker Stick) ganz nach unten -> Fernbedienung anschalten -> Throttle-Stick ganz nach oben -> Stick ganz nach unten) mit einem dauerhaften Piepen quittierte und keine Verbindung zustande kommen konnte.
Hier halft bisher nur, das Akkukabel vom Stromkabel zu lösen (Ausschalten alleine hilft nicht) und fünf Minuten zu warten. Danach gelingt komischerweise auch die Verbindung wieder problemlos. Es scheint dadurch aber so, als ob stärkere Stürze die Elektronik des kleinen Dings ganz ordentlich durcheinander bringen könnten.

Sollte der Quadcopter nicht gerade in der Luft stehen, besitzt die Fernbedienung weitere Knöpfe im unteren Bereich, mithilfe derer man die Kalibrierung unterstützen bzw. ausgleichen kann.

Die zwei Schulterknöpfe besitzen auf der linken Seite eine Saltofunktion und rechts eine Sensitivitätseinstellung, wie intensiv die Drohne auf den Throttle-Stick reagiert (normal/stark).

Das Modell M62 gibt es auch in der „r-Version“, mit der es möglich ist, kleine Videos aufzuzeichnen. Da sich beide Varianten den gleichen Controller teilen, hat dieser links noch einen OK-Knopf zum Starten eines Videos und rechts einen Stern-Knopf zum Aufnehmen eines Fotos.

In der Bedienungsanleitung steht nichts davon, wie man den Flieger um die eigene Achse rotieren lassen kann. Dies funktioniert über den linken Stick, wenn man diesen in der Horizontalen bewegt. Hierzu muss man erst einen kleinen Widerstand überwinden, wodurch anfangs es den Anschein erwecken kann, als ob der linke Stick nur vertikal bewegt werden könnte.

Im angeschalteten Zustand leuchten 5 LEDs an der Unterseite (hinten 2 x rot, vorne 2 x grün & 1 x weiß), was auch das Fliegen in dunkleren Umgebungen und das Orten der Ausrichtung ermöglicht. Außerdem werden über diese Leuchten erfolgreiche Verbindungsaufnahme und niedriger Akkustand signalisiert.

Fazit

Das Fliegen mit dem starken, kleinen Ding macht überraschend viel Spaß und der geringe Preis spiegelt sich meiner Meinung nach zu keiner Zeit in der Materialqualität wider.
Steuerung und Flugzeit können darüber hinaus ebenso überzeugen.
Nur die angepriesene Eignung für Wind und Wetter kann ich wegen des geringen Gewichts und der somit schwachen Widerstandskraft nicht unterstreichen. Des Weiteren verschafft einem die etwas labile Elektronik nach stärkeren Kollisionen manchmal Zwangspausen durch nötiges Zurücksetzen mithilfe einer Trennung des Stromkabels.
Leider sollte man aufgrund der englischsprachigen Bedienungsanleitungen außerdem Grundkenntnisse der Sprache mitbringen, wobei technisch versierte Personen auch so recht schnell mit den Funktionen klar kommen dürften.

Wer aber auf der Suche nach einer günstigen und kleinen Einsteigerdrohne ist und sie nicht in zu hoher Entfernung fliegen möchte, wird meiner Meinung nach mit der M62 nicht viel verkehrt machen können. Ich kann sie zum jetzigen Zeitpunkt ehrlich weiter empfehlen, trage jedoch gerne nach, falls sich in der kommenden Zeit noch Änderungen ergeben sollten.

Aktuell für rund 34€ auf Amazon

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XT-XINTE Skytech M62 Quadcopter Mini Drohne
Bewertung
4

5 Gedanken zu „XT-XINTE Skytech M62 Quadcopter Mini Drohne

  • 17. November 2015 um 16:58
    Permalink

    Und wenn die Motoren kaputt gehen kann man die für drei Euro bei ebay kaufen also alles oke

    Antwort
    • 24. November 2015 um 0:17
      Permalink

      Bei mir damals recht lange (3 Wochen), da es direkt aus China kam.
      Je nach Bezugshändler geht das inzwischen wohl schneller.
      Auf Amazon ist die Drohne aber leider nicht mehr verfügbar. Der Hersteller (XT-XINTE) bietet jedoch ein paar andere Drohnen in verschiedenen Preisregionen an…

      Antwort

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