Lumary WLAN LED smarte Glühbirne

Für ein Lampenbauprojekt war ich auf der Suche nach smarten, dimmbaren Birnen und entschied mich aufgrund der Kompatibilität mit der App „Smart Life“, mit der ich bereits meine WLAN-Steckdosen steuere, für dieses Modell.

<3>LieferumfangNeben den sicher in Kunststoff untergebrachten Birnen findet sich eine knappe Kurzanleitung für die Einrichtung sowie die Verbindung mit Google Home oder Alexa.


Optik

Das Aussehen der Birnen entspricht exakt den Produktbildern des Herstellers und birgt keine Überraschungen.
Die mattgoldene Beschichtung am Sockel verbirgt interne Technik sowie Drähte der LEDs und hebt sie optisch etwas von herkömmlichen Glühbirnen ab.
Ansonsten ist das Glas vollkommen klar, zeigt keine Kratzer und insgesamt wirkt das Gehäuse hochwertig verarbeitet.
Da das Glas nicht getönt und die Form sehr klassisch ist, sollten Liebhaber von Retro- oder Vintage-Look zu einem anderen Modell greifen.


Einrichtung

Wer bereits intelligente Produkte besitzt, die sich mit der App „Smart Life“ steuern lassen, wird die Birnen innerhalb kurzer Zeit eingerichtet haben. Wer noch keine Tuya-Geräte hatte, wird es jedoch auch innerhalb weniger Minuten geschafft haben:
  • App „Smart Life“ installieren und Konto einrichten
  • Handy mit einem 2,4GHz-WLAN verbinden. 5GHz-Netzwerke werden leider nicht unterstützt
  • Birnen in Fassungen schrauben und anschalten
  • Da sie noch nicht gekoppelt wurden, sollten sie nun das Blinken anfangen und somit die Paarungsbereitschaft signalisieren
  • In der App „Smart Life“ oben rechts auf „+“ drücken, den Reiter „Beleuchtung“ wählen und das erste Element „Beleuchtungsgerät(BLE+Wi…“ anklicken
  • Nun wird man durch den Installationsprozess geleitet und die App findet automatisch alle in der Nähe befindlichen WLAN-Birnen, die für eine Kopplung zur Verfügung stehen
  • Diese können nun benannt und in Räume aufgeteilt werden
Möchte man Gruppen erstellen, bietet es sich an, die Lampen anfangs zur Installation auch gruppenweise anzuschalten, um schneller die passenden Birnen zusammenlegen und benennen zu können. Ansonsten muss man nach der Einrichtung aller Lampen erst einmal durchprobieren, welche Birne denn eigentlich wo angeschlossen ist.

Verknüpfung mit Google Assistant:
  • Starte die App „Google“
  • Reiter „Mehr“ > Einstellungen > Google Assistant > Assistant > Smart-Home-Steuerung
  • Oben rechts das drei-Punkte-Menü aufrufen > Konten verwalten
  • „Neuen Dienst hinzufügen“: „Smart Life“ auswählen und sich mit dem anfangs angelegten Smart-Life-Konto einloggen
  • Smart Life ist nun mit dem Google Assistant verbunden
Falls man Smart Life bereits autorisiert hat, sind die neu zu Smart Life hinzugefügten Geräte auch automatisch mit Google Home verfügbar.

Licht

Die angegebene Lichtfarbe von 2700 Kelvin ist in meinen Augen korrekt und passt in meinem Fall einwandfrei zu bereits bestehenden LEDs der selben Kelvin-Angabe.
Der Farbton ist dabei weder allzu grün- noch lilastichig.
Hierbei gilt zu beachten, dass 2700K eher einem „normalen“ Warmweiß entspricht und weder übertrieben warm noch zu kalt erscheint.
Wer Fan von sehr gemütlicher Atmosphäre oder Kerzenschein ist, sollte eher Richtung 2300K suchen.

Weshalb ich die Birnen nun letztlich doch nicht für das angestrebte Projekt verwende, sondern sie in eine Stehlampe mit Schirm verbannt habe, liegt in der Strahlcharakteristik: Die sichtbaren Filamente wirken schon auf niedriger Dimmstufe relativ grell und sind meiner Meinung nach auf Sichthöhe somit nicht unbedingt für den Betrieb ohne Lampenschirm geeignet.

Leider habe ich bei LED-Leuchten mit sichtbaren Filamenten aber bisher noch kein Modell gefunden, das mit herkömmlichen Retro-Glühbirnen mit sichtbaren Glühdrähten konkurrieren kann. Diese wirken trotz ähnlicher Lichtcharakteristik deutlich weniger grell und daher setze ich nun wieder solche ein. Leider verbrauchen sie ungefähr das zehnfache und so bin ich weiterhin auf der Suche nach nicht blendenden LEDs.


Stromverbrauch

Der Energiehunger hält sich einigermaßen im Rahmen, wobei sie aufgrund des eigenen WLAN-Moduls im Standby natürlich etwas mehr verbrauchen als beispielsweise Lampen mit dem stromsparenden ZigBee-Standard. Diese benötigen jedoch einen extra Hub oder einen Amazon Echo mit ZigBee-Funktionalität.

Die Lumary verbrauchen:
  • Standby: ~0.5 Watt (ca. 1,60€ / Jahr)
  • Niedrigste Stufe: ~0.8 Watt (ca. 2,10€ / Jahr)
  • Hellste Stufe: ~6.4 Watt (ca. 16,80€ / Jahr)

Sonstiges

Ein hohes Fiepen oder Pfeifen konnte ich bei meinen vier getesteten Exemplaren nicht feststellen. Manche Käufer anderer Leuchten berichten das teilweise.

Fazit

Da die Birnen eine angenehme Lichtfarbe besitzen, nicht übermäßig viel Strom verbrauchen und sehr einfach einzurichten sind, kann ich sie prinzipiell vor allem für den Einsatz mit Lampenschirm empfehlen.
Möchte man eine frei hängende Leuchte, sollte man meiner Meinung nach wegen des recht grellen Strahlverhaltens eher zu anderen Birnen greifen.

Preislich sind sie im Vergleich mit anderen WLAN-Birnen eher im oberen Bereich angesiedelt.

Falls jemand Empfehlungen für LEDs mit sichtbaren Filamenten hat, die nicht ganz so blenden, freue ich mich über einen Kommentar unterhalb der Rezension.

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Getestet am
Produkt
Lumary WLAN LED smarte Glühbirne
Bewertung
5

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